Geprüfte Bibliothek

Märchenbibliothek

Veröffentlichte Volks- und Kunstmärchen mit nachvollziehbaren Quellen.

Sinn und Werte

Volksmärchen

Der Fuchs und die Frau Gevatterin

Die Wölfin brachte ein Junges zur Welt und ließ den Fuchs zu Gevatter einladen. „Er ist doch nahe mit uns verwandt,“ sprach sie, „hat einen guten Verstand und viel Geschicklichkeit, er kann mein Söhnlein unterrichten und ihm in der Welt…

Volksmärchen

Der Fuchs und das Pferd

Es hatte ein Bauer ein treues Pferd, das war alt geworden und konnte keine Dienste mehr thun, da wollte ihm sein Herr nichts mehr zu fressen geben und sprach „brauchen kann ich dich freilich nicht mehr, indeß mein ich es gut mit dir, zeigst…

Volksmärchen

Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich

In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, lebte ein König, dessen Töchter waren alle schön, aber die jüngste war so schön, daß die Sonne selber, die doch so vieles gesehen hat, sich verwunderte so oft sie ihr ins Gesicht…

Volksmärchen

Der faule Heinz

Heinz war faul, und obgleich er weiter nichts zu thun hatte, als seine Ziege täglich auf die Weide zu treiben, so seufzte er dennoch, wenn er nach vollbrachtem Tagewerk Abends nach Hause kam.

Volksmärchen

Der Eisenofen

Zur Zeit, wo das Wünschen noch geholfen hat, ward ein Königssohn von einer alten Hexe verwünscht, daß er im Walde in einem großen Eisenofen sitzen sollte. Da brachte er viele Jahre zu, und konnte ihn niemand erlösen.

Volksmärchen

Der Eisenhans

Es war einmal ein König, der hatte einen großen Wald bei seinem Schloß, darin lief Wild aller Art herum. Zu einer Zeit schickte er einen Jäger hinaus, der sollte ein Reh schießen, aber er kam nicht wieder.

Volksmärchen

Der Dreschflegel vom Himmel

Es zog einmal ein Bauer mit einem Paar Ochsen zum Pflügen aus. Als er auf den Acker kam, da fiengen den beiden Thieren die Hörner an zu wachsen, wuchsen fort, und als er nach Haus wollte, waren sie so groß, daß er nicht mit zum Thor hinein…

Volksmärchen

Der Bärenhäuter

Es war einmal ein junger Kerl, der ließ sich als Soldat anwerben, hielt sich tapfer und war immer der vorderste, wenn es blaue Bohnen regnete.

Volksmärchen

Der Bauer und der Teufel

Es war einmal ein kluges und verschmitztes Bäuerlein, von dessen Streichen viel zu erzählen wäre: die schönste Geschichte ist aber doch, wie er den Teufel einmal dran gekriegt und zum Narren gehabt hat.

Volksmärchen

Der Arme und der Reiche

Vor alten Zeiten, als der liebe Gott noch selber auf Erden unter den Menschen wandelte, trug es sich zu, daß er eines Abends müde war und ihn die Nacht überfiel, bevor er zu einer Herberge kommen konnte.

Volksmärchen

Der arme Müllerbursch und das Kätzchen

In einer Mühle lebte ein alter Müller, der hatte weder Frau noch Kinder, und drei Müllerburschen dienten bei ihm. Wie sie nun etliche Jahre bei ihm gewesen waren, sagte er eines Tags zu ihnen „ich bin alt, und will mich hinter den Ofen…

Volksmärchen

Der arme Junge im Grab

Es war einmal ein armer Hirtenjunge, dem war Vater und Mutter gestorben, und er war von der Obrigkeit einem reichen Mann in das Haus gegeben, der sollte ihn ernähren und erziehen.

Volksmärchen

Der alte Sultan

Es hatte ein Bauer einen treuen Hund, der Sultan hieß, der war alt geworden und hatte alle Zähne verloren, so daß er nichts mehr fest packen konnte.

Volksmärchen

Der alte Hildebrand

Es war amahl a Baur und a Bäurin, und dö Bäurin, dö hat der Pfarra im Dorf gern gesegn, und da hat er alleweil gwunschen, wann er nur amahl an ganzen Tag mit der Bäurin allan recht vergnügt zubringa kunnt, und der Bäurin der wars halt a…

Volksmärchen

Der alte Großvater und der Enkel

Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm. Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floß ihm auch etwas…

Volksmärchen

De Spielhansl

Is is emohl e Mon gewön, der hot ninx us (als) g’spielt, und do hobend’n d’ Leut nur in Spielhansl g’hoaßen, und wal (weil) e gor nit afg’hört zen spieln, se hot e san (sein) Haus und ullss (alles) vespielt.

Volksmärchen

De Gaudeif un sien Meester

Jan wull sien Sohn en Handwerk lehren loeten, do gonk Jan in de Kerke un beddet to ussen Herrgott wat üm wull selig (zuträglich) wöre: do steit de Köster achter dat Altar un seg „dat Gaudeifen, dat Gaudeifen (gaudieben).“ Do geit Jan wier…

Volksmärchen

De drei Vügelkens

Et is wul dusent un meere Jaare hen, da wören hier im Lanne luter kleine Künige, da hed auck einer up den Keuterberge wünt (gewohnt), de gink san geren up de Jagd.

Volksmärchen

De drei schwatten Princessinnen

Ostindien was von den Fiend belagert, he wull de Stadt nig verloeten, he wull ersten seshundert Dahler hebben. Do leiten se dat ut trummen, well de schaffen könne, de soll Börgemester weren.

Volksmärchen

De beiden Künigeskinner

Et was mol en Künig west, de hadde en kleinen Jungen kregen, in den sin Teiken (Zeichen) hadde stahn, he sull von einen Hirsch ümmebracht weren, wenn he sestein Johr alt wäre.

Volksmärchen

Daumesdick

Es war ein armer Bauersmann, der saß Abends beim Herd und schürte das Feuer, und die Frau saß und spann. Da sprach er „wie ists so traurig, daß wir keine Kinder haben!

Volksmärchen

Dat Mäken von Brakel

Et gien mal ’n Mäken von Brakel na de sünt Annen Capellen uner de Hinnenborg, un weil et gierne ’n Mann heven wulle un ock meinde et wäre süs neimes in de Capellen, sau sank et „O hilge sünte Anne, help mie doch bald tom Manne.